Neva - Orientalischer Bauchtanz

Exclusivunterricht für angehende Profis und Semiprofis

Als Trainerin für orientalischen Tanz biete ich einen individuellen Service an. Ich arbeite dann in Projektform mit der einzelnen Tänzerin zusammen. Das Projekt kann die Vorbereitung für einen Job z. B. auch im arabischen Ausland, ein Video oder auch eine Choreografie zum Weiterunterrichten sein. Es ist mir wichtig, nicht nur das rein formale des orientalischen Tanzes, sprich die orientalische Tanztechnik, sondern auch das Inhaltliche zu vermitteln. Denn das macht den orientalischen Tanz eigentlich aus. Wer diesbezüglich an einer  Weiterentwicklung interessiert ist, ist bei mir richtig. Dabei ist meine Vorgehensweise in etwa wie folgt:

Musik auswählen und vorbereiten, auch für Livemusik

 Ich greife dabei auf meine umfangreiche Musiksammlung und Musikerfahrung zurück, die ich mir über die Jahre in Ägypten zugelegt habe und ständig erweitere. Vieles davon ist hier nicht bekannt aber dafür sehr performancetauglich. Ich habe allein in Ägypten um die Tausend Shows zusammengestellt und getanzt. Dafür wiederum habe ich mehrere hundert im arabischen Raum beliebte Musikstücke choreografiert bzw. tänzerisch umgesetzt. Diese Tatsache erlaubt es mir z. B. Musikstücke ganz individuell für die einzelne Tänzerin und den Anlass ihres Tanzes auszuwählen.

Musik verstehen und richtig zuordnen

Bevor ich beginne mit einer bestimmten Musik zu arbeiten, muss ich sie verstehen. Und zwar rein inhaltlich (bei Text stelle ich immer eine Übersetzung zur Verfügung) wie auch formal. Wie ist die Musik aufgebaut? Welche Struktur, u. a. Rhythmusstruktur, liegt ihr zugrunde? Darüber hinaus ist es wichtig die Message bzw. emotionale Kernaussage, zu erkennen und umzusetzen. Deswegen ist es hilfreich den jeweiligen kulturellen Kontext zu erklären, der sich nicht ohne die Kenntnis von Zeit, Ort, Genre und Interpret des jeweiligen Musikmaterials erschließt. In meinem Unterricht werden all diese Fragen, soweit wie das individuell notwendig für das Veständnis ist, geklärt.

 

Kostümdesign für Saidi von Aida Nour, Kairo 2001
Performance im Nile Maxim mit Meleya Leff zu Livemusik, Kairo 2003
Neva in einem Kostüm im Stil der 40er (eigenes Design)

Ägyptische Tanztechnik früher und heute

Ägyptischer Stil! Für mich der reichhaltigste und unterhaltsamste aller Tanzstile. Sehr komplex! Aber das genaue Hinschauen lohnt sich. Es ist wertvoll sich die ägyptische Tanzgeschichte in groben Zügen bewusst zu machen. Das allein liefert oft schon Inspiration für Eigenes. Auch in Ägypten wird gerne die eigene Vergangenheit zitiert und Evergreens wie z. B. von Om Kolthoum gehören einfach in eine Tanzshow die Klasse haben soll. Ich unterrichte aber auch Balady und habe speziell dafür in Kairo eine CD aufgenommen die, die folgenden Hauptthemen enthält: Traditioneller Song, moderner Balady Song, Song für Meleya leff, Taqusim und Trommelsolo. Mit ihrem Livecharakter ist die Aufnahme hervorragend zum improvisieren geeignet.

Moderner Khaleegy

Wir im Westen kennen Khaleegy nur als traditionellen Gruppentanz der Frauen. Dass er aber auch für Solovorführungen geeignet ist, ist auch mir persönlich erst bewusst geworden, als ich die Frauen und Mädchen vom Golf privat zu ihrer Musik hab tanzen sehen. Auch passen die ägyptischen Tänzerinnen sich seit Jahren dem zunehmenden Besuchermassen aus den Golfländern an und schneiden ihr Entertainmentprogramm musikalisch und tänzerisch auf diese zu. Wenn man also wegen orientalischem Tanz in Ägypten unterwegs ist, kommt man nicht umhin, auch die Tanzformen des arabischen Golfes zu studieren. Wer die perkussionsbetonte trancige Musik mag, findet im dazugehörigen Tanz eine ganz eigene Körpersprache. Khaleegy hat wesentlich mehr zu bieten, als die Haare von einer Seite auf die andere zu schwingen und dabei das lange bestickte Kleid anzuheben.

Auch das ist Improvisation: Sich da eine Bühne zu erobern, wo keine vorgesehen ist.

Improvisation / das Erarbeiten eigener Choreografien

Der orientalische Tanz ist vom Wesen her ein Improvisationstanz. Wenn der musikalische Input stimmt, dann lässt sich auf orientalische Musik hervorragend improvisieren. Auch mit wenig Technik! Frei Tanzen und Improvisation sind aber nicht das gleiche. Das wird sehr oft missverstanden. Es gibt ein einige einfache Grundregeln für das Improvisieren. Beachtet man diese, entsteht eine Art spontane und einmalig-individuelle Choreografie. Wann, Wo und Wieviel Choreographie Sinn macht, ist ein weiterer Bestandteil meines Unterrichts

Showgestaltung

 Eine gute Show oder Choreografie zusammenzustellen ist keine Geschmackssache. Beides ist Gestaltung. Und Gestaltung basiert auf Gestaltungsgesetzen, die man sich bewusst machen kann. Hat man sich für eine Auswahl an Musik entschieden, gilt es diese möglichst spannend zu "inszenieren". Spannung erzeugt man z. B. mit Gegensätzen: schnell- langsam, symmetrisch - asymmetrisch, leer - voll und so fort. Zu voll, also zuviel Technik reingepackt erzeugt Überdruss. Und ewige Symmetrie ist tödlich. In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass Musiker in Ägypten das Trommelsolo auch fadi (=leer auf Arabisch) nennen. Leer meint hier ohne Melodie. (Beim Taqsim ist es genau umgekehrt.) Beides sind meist die spannendsten Teile der Show. Was ich damit sagen möchte: Oft ist es geschickter etwas wegzunehmen, anstatt etwas hinzuzufügen um es interessanter zu gestalten. 

Kostümberatung

Ein überaus wichtiges Thema. Ein gutes Kostüm ist die halbe Show, dieser Satz drängte sich mir fast nach jeder Performance auf. Es sollte nicht nur zum Tanzthema, sondern auch zur Person passen. Mein Leitfaden auch hier (ich hab übrigens Modedesign studiert): Weniger ist mehr! Nein ich meine nicht Stoff ich meine Dekoratiooon!

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